PfadfinderStamm

Bilder gegen Zerstörung und Verfall

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ENDINGER PFADFINDER DOKUMENTIEREN 41 KLEINDENKMÄLER

Wegkreuze, Marien- und Heiligensteine stehen oft schon seit ewigen Zeiten an Wegrändern und geraten doch mehr und mehr in Vergessenheit. In Endingen rückte ein Fall von Vandalismus die meist steinernen Wegbegleiter wieder stärker ins Blickfeld der Öffentlichkeit.

 

 

Dokumentation von 41 Kleindenkmälern übergeben: Bürgermeister Schwarz mit Endinger Pfadfindern.

ENDINGEN.Mitglieder des DPSG-Pfadfinderstamms St. Franziskus haben nun 41 dieser stillen Wegbegleiter auf der Gemarkung der Kaiserstuhlstadt dokumentiert. “Nach der Zerstörung des Korpus am Wegkreuz auf dem Katharinenberg wurden Fotos gesucht, nach denen dieser wieder hätte restauriert werden können”, erklärt Matthias Hassler am Donnerstag im Endinger Gemeindezentrum, wie es zur Aktion kam. Nur ein Frontalfoto sei gefunden worden, doch sei dieses sehr alt gewesen und habe eben nur eine Perspektive gezeigt. Für Bürgermeister Hans-Joachim Schwarz Anstoß, eine umfassende Dokumentation der kleinen Denkmäler am Wegrand  anzuregen. Mit den Pfadfindern des DPSG-Stammes St. Franziskus waren dann auch schnell diejenigen gefunden, die die Aufgabe übernahmen.
“Ein Jahr waren wir insgesamt beschäftigt”, erklärt Matthias Hassler. Drei Teams seien losgezogen, um insgesamt 41 dieser Denkmäler auf der Gemarkung aufzusuchen. “Wir waren selbst überrascht, wie viele es gibt”, so Patrick Nutto. Die Standorte der Wegkreuze wurden mit Hilfe der GPS-Technik genau bestimmt und zahlreiche Bilder, Gesamt- aber auch Detailaufnahmen,    wurden aus unterschiedlichen Perspektiven gemacht. “Teils war es schwierig, die kaum mehr lesbaren Inschriften zu entziffern”, so Matthias Hassler.   Unterstützung hätten die Pfadfinder dabei vor allem von Ortskundigen und ihren Eltern erhalten. Vielfach seien die Standorte schon heute kaum mehr jemand geläufig gewesen. Jetzt gibt es eine Karte, die ausweist, wo die Kleindenkmäler se zu finden sind. Nach Fertigstellung wurde die Dokumentation nun der Stadt übergeben.

Für Bürgermeister Schwarz ist die Arbeit der Pfadfinder aus unterschiedlicher Perspektive von Bedeutung. “Wir haben nun eine umfassende Dokumentation, auf die wir  im Fall der Zerstörung durch Menschenhand oder wenn der Zahn der Zeit kräftig nagt, zurückgreifen können”, so Schwarz. Es sei aber auch nicht nur wegen des äußeren Zerfalls wichtig gewesen, sich der kleinen Denkmäler anzunehmen. Vielfach sei der Grund, warum sie von früheren Generationen aufgestellt wurden, heute nicht mehr bekannt. Vielleicht fördere die Beschäftigung mit den zum Halten, zum Nachdenken anregenden Denkmälern auch ein bisschen Geschichte hervor. “Was die Menschen gedacht haben, mit diesen Denkmälern ausdrücken und bezwecken wollten”, habe auch Erinnerungswert. Weil dieses Wissen um die kleinen Denkmäler am Wegrand immer weniger werde, sei es ganz besonders wichtig gewesen, dass die Dokumentation schnell angegangen wurde, so der Bürgermeister.

Bericht: Markus Zimmermann-Dürkop
29. November 2008

Tags: Pfadfinder, Stamm

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