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21th World Scout Jamboree 2007

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Hi. Meine Name ist TobAs. Meine Aufgabe: einen Bericht zum 21. World Scout Jamboree (WSJ) in Essex (Engalnd) schreiben, an dem ich als ISTler vom 21. Juli bis zum 9. August 2007 teilgenommen habe. Das IST ist das Internationale Service Team, also die Arbeiterschaft die ein solches Event überhaupt möglich machet. Hinter IST verbergen sich Köche, Ärzte, Polizisten, und und und. Wenn ich jetzt alle meine Erlebnisse von allen Tagen aufschreiben würde, würden diese wohl einen Roman füllen. Deswegen will ich hier ein Bild des WSJ für euch zeichnen, das die einzelnen Bereiche des WSJ zeigt, so wie ich sie erlebt habe.

WOW! Was für ein Lagerplatz…
Das Gelände im Hyland Park war schlicht und ergreifend riesig. Flächen auf denen ein Diözesanlager Platz hätten waren ungenutzt, weil zu klein. Für einen Marsch an einer Seite entlang benötigte man gute 20 viel eher 30 Minuten. Auf dem Gelände gab es 16 Subcamps, dazu kam noch das Island Subcamp, in dem die Erwachsenen Untergebracht wurden. Immer vier Supcamps hatten ein Hub in dem Supermärkte, Showbühnen, Fressstände, Internetcafés, und vieles mehr Untergebracht waren. Die Camps sind nicht mit normalen Lagern vergleichbar, stehen doch bei einem solchen WSJ die Zelte unmittelbar aneinander. Luftbilder wie z.B. von Lagern wie dem Landesjamboree sehen für einen danach aus wie eine mit Zelten Gesprenkelte Landschaft. Neben den Camps gab es noch diverse andere Interresante Orte. Zum Beispiel das Matreiallager, in dem neben schier unendlich vielen Toilettenpapierrollen und anderen Dingen, die das Lager braucht, auch das Material der Kontingente Gelagert wurden. Auf dem Plaza hatte jedes Kontingent, also jedes Land, ein oder mehrere Zelte, in denen es sich vorstellen konnte. In Aquaville, Terraville, dem Global Development Bullervard und Village konnten die Kinder vieles über die Welt kennen lernen. Dazu gab es Workshops, bei pfadfinderischen und nichtpfadfinderischen Organisationen und Informationsstände. Richtung Haupteingang waren dann noch Banken, Supermärkte, Souveniershops und die Foodhouses angesiedelt. Die Foodhouses waren die Wirtshäuser der Kontingente. Absoluter Star war hier natürlich das deutsche Black Magic. Eine riesige Schwarzzeltkonstrukltion in der es alkoholfreies Bier und reichlich Essen gab. Im Faith und Belive Center hatten die Weltreligionen Seite an Seite ihre Zelter aufgeschlagen. Vom deutschen Schwarzzeltkloster war es nur über den Platz zu den Hindus, Buddhisten, Muslimen oder den Juden. Ein wahrer Ort des göttlichen Friedens. Das Herz des Lagerplatzes war natürlich die Main Arena in der sich drei mal die fast 40.000 Teilnehmer versammelten. Daneben gab es noch reichlich zu entdecken: Der Aufnäher Sammler Club, der Pfadfinderfunkclub, die Internationale katholische Konferenz der Pfadfinder, und so weiter.

Leben auf dem Jamboree…
Das Programm für die Kinder war vielfältig, spaßig und interresant. Das Programm für das Internationale Service Team (IST) nicht. Es gab zwar eine Bar und Abends war auch auf unserer Bühne etwas los, doch schon um 23:00 Uhr wurde das Programm immer durch die Security beendet. Unterhalten musste man sich schon selber. Natürlich ist so ein Event auch immer ein Pool um neue Freunde kennen zu lernen. Jeder Fremde war nur ein Freund, den man noch nicht kannte. Ob Polen, Franzosen, Italiener, Norweger, Engländer, Shotten, Amerikaner, Schweizer, so viele Kontakte habe ich geknüpft, wirklich unglaublich. Und zwei Reunions, also Wiedersehens Treffen sind auch schon in Planung. Auch die Events verdienen es erwähnt zu werden. Die Eröffnungsceremonie war eher langweilig und trocken. Die Sunrise Promise Ceremonie war schlecht organisiert und technisch schlecht umgesetzt. Die Abschiedsparty war verregnet, aber saugeil!!

Mein Job und seine Gesichter…

Die Arbeit als Mitglied des IST war zuweilen hart, aber generell echt cool. Ich war dem Contingents Support Team (CST) zugeteilt. Unsere Aufgabe war es also die Kontingentsleitungen zu unterstützen. Der Aufgabenkatalog umfasste verschiedenste Tätigkeiten. Im Warehouse, das Materiallager der Kontingente galt es, Kisten, Tische, Dosen und vieles mehr von LKWs abzuladen, zu vestauen, auf einen Transporter zu laden und irgendwann wieder zu verstauen. Bei der Rezeption im Headquater galt es Gäste der Lagerleitung zu begrüßen und sie einzuweisen, bzw. sie weiterzuvermitteln. Man zeigte zum Beispiel Pfadfindern wo sie eine Einweisung für eine Ceremonie bekamen oder man führte einen Workshopleiter zu der verantwortlichen Person. Im Informations-Point galt es Lagerteilnehmern oder auch Gästen Fragen zu beantworten, dies konnte sein “Wo finde ich XXX?”, “Wie viel Uhr ist es?”, “Wann ist XXX?”, und so weiter. Im Kontingents Büro konnten die Kontingentsleitungen Sitzungen abhalten oder an den Computern arbeiten. Die Aufgabe des CST war es hier die technischen Anlagen zu warten, die Kontingentsleitungen mit Kaffee, Tee oder Gebäck zu erfreuen oder ihnen zu zeigen wie der PC funktioniert. Die eher nervigen Seiten der Aufgaben waren dann der Springer Dienst, was im Prinzip ‘Mädchen für alles war’ und die Nachtschicht. Ein Beispiel für den Springerdienst war es einmal die Handynummer des einzigsten Leiters aus einem afrikanischen Land, das ich nicht kenne, zu organsisieren. Neben solchen Aufgaben, die sich je nach Tag und Schicht änderten, war ich noch für die Unterstützung des Türkischen Kontingents verantwortlich. Dies reichte von einfachen Dingen wie Tischdecken organisieren bis hin zu eher komplexeren Aufgaben, wie zum Beispiel ein Hotelzimmer für einen Türkischen Parlamentarier zu finden. Wie dem auch sei, die Arbeit war vielfältig, und mit den Kollegen aus sehr vielen Ländern, sehr spannend zu erledigen.

Ein Tag Jamboree als Tobas-ISTler…
Ganz langsam wird geblinzelt und die ersten Sonnenstrahlen dringen in das Augenlied. Ahja, wieder genau acht Stunden geschlafen. Wieso ich das weiß? Weil ich immer genau acht Stunden schlafe! Anders ist das hier auch gar nicht möglich, da ich doch tatsächlich meinen Wecker vergessen habe. Gott sei dank wache ich pünktlich wie ein Uhrwerk nach acht Stunden wieder auf. Nach dem Aufwachen, dass hat der liebe Gott wohl so geregelt, muss man aus dem Schlafsack kriechen. Prinzipiell eine doofe Idee! Kalt! Kalt! Und kalt! Und doch geht es bereits los in Richtung Restaurant, mit 200m x 80m, dem größten Zelt auf dem Lagerplatz. Nach dem Rührei, dem Speck, den zwei Würstchen, dem Kartoffelrösti und den zwei Frühstücksbrötchen, geht es weiter in Richtung Kontingentsbüro, quasi meinem Arbeitsamt, wo mich mein neuer Tagesjob erwartet. Nach dem morgentlichen Arbeiten genieße ich immer meinen Lunch (Mars, Apfel, Cola, Chips und Sandwich) am Eingangstor. Dort ist es immer schön zu sehen, wie Besucher durch die Bannerallee laufen und diese unglaublich vielen Flaggen bestaunen. Bald geht es aber wieder zurück zum Arbeiten mit seinen nie vorhersehbaren kleinen Überraschungen. Nach getanem Tageswerk geht es meistens unter die Dusche, dann zu meinen Freunden, was essen und dann in die Bar oder vor die Showbühne. Und dann geht es auch bald schon wieder ab ins Bett…

Was nehme ich mit von meinem Jamboree?
Ja, was nehme ich mit aus diesem Sommer. Nun, ganz sicher ist, das ich in Zukunft ein ganz anderes Bild vor Augen haben werde, wenn von der Weltpfadfinderbewegung gesprochen wird. Früher sah ich dann immer nur eine weiße Lilie auf lila Grund. Nun sehe ich viele duzend Gesichter, das eine vertrauter und freundlicher als das andere. Brüder und Schwestern, nicht immer körperlich, dafür aber im Geiste vereint. Und eines ist ganz sicher, das Jamboree 2011 in Schweden kommt.

Tags: Aktion, Pfadfinder, Stamm

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